Wie die Trauzeugin zur Trauzeugin wurde

Hier findest du Formulierungsvorschläge, um deinem Publikum zu erzählen, wie es kam, dass du auserwählt wurdest, eine Hochzeitsrede als Trauzeugin zu halten. Wähle einfach die Formulierung, die am besten zu dir und zu deiner Rede passt. In dieser Kategorie gibt es 10 Textbausteine:


Als Steffi mich fragte, ob ich bei ihrer Hochzeit Trauzeugin sein möchte, schossen mir natürlich sofort viele Fragen durch den Kopf: Wie kam es, dass ausgerechnet mir diese Ehre zuteilwurde? Hatte sie zuvor andere Freundinnen gefragt, die dankend abgelehnt haben? Und die wichtigste Frage: Würde ich die Ehre ablehnen können und trotzdem eine Einladung zur Hochzeit bekommen und dafür ein neues Abendkleid kaufen können? Wie ihr seht: Dieses Risiko war ich nicht bereit einzugehen.

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Es ist für mich wirklich eine große Ehre, Steffis Trauzeugin sein zu dürfen. Vor allem, wenn man bedenkt, wer die Mitbewerberinnen gewesen sind. In einem wirklich knappen Rennen habe ich mich durchgesetzt gegen ihre Schwester Kathi, mehrere enge Studienfreundinnen und Tamika, die Betreiberin des Nagelstudios bei Steffi und Christian um die Ecke. Ihr könnt euch vorstellen, wie stolz ich war, als er mich gefragt hat.

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Steffi ist wirklich eine Super Freundin, die immer auf mich aufpasst und sich um mein Wohlergehen kümmert. Wann immer ich in der Vergangenheit Liebeskummer hatte, konnte ich sie anrufen und ihr Stunden lang die Ohren vollquatschen.

Für diese Rede hat sie mich übrigens gebeten, meine Redezeit auf höchstens fünf Minuten zu begrenzen. Wie ihr seht: Um euer Wohlergehen kümmert sie sich auch.

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Steffi und ich kennen uns von der Arbeit und sind seit vielen Jahren eng befreundet. Doch als sie mich bat, ihre Trauzeugin zu werden, fiel mir ein, dass ich dann ja heute Abend eine Rede halten würde und dass Trauzeuginnen traditionell ein paar Geschichten aus der Vergangenheit der Braut erzählen.

Ich habe sie daraufhin gefragt, ob den Job nicht besser jemand machen sollte, der sie noch von früher kennt. Steffi entgegnete mir: „Julia, das Letzte, was ich will, ist, dass auf meiner Hochzeit jemand eine Rede hält, der mich schon während meiner Schul- und Studienzeit gekannt hat!“

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Zuerst möchte ich dir, liebe Steffi, ganz herzlich dafür danken, dass du mich als deine Trauzeugin ausgewählt hast. Es ist wirklich eine große Ehre. Allerdings, das muss ich offen sagen, zieht man einmal in Betracht, dass ich im Prinzip deine einzige enge Freundin bin, wäre ich auch ganz schön sauer gewesen, wenn du jemand anderen genommen hättest.

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Für alle, die sich fragen, warum ausgerechnet ich Steffis Trauzeugin geworden bin, wo Steffi doch so viele andere gute und langjährige Freundinnen hat. Das ist ganz einfach: Die meisten anderen Kandidatinnen haben abgesagt, weil sie Angst davor hatten, heute Abend eine Rede halten zu müssen.

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Das Amt der Trauzeugen geht traditionell an eine enge und vertrauensvolle Freundin der Braut, eine Frau, die diplomatisches Talent besitzt, sich gewählt ausdrücken kann und bei gesellschaftlichen Anlässen stets damenhaft und gesittet auftritt. Zum Glück hat es Steffi nicht so mit der Tradition.

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Steffi hat mich zur Trauzeugin gewählt, obwohl ich selbst Single bin und darum gar nicht weiß, wie es sich anfühlt, wenn man glücklich verheiratet ist. Aber ich kenne eine ganze Reihe verheirateter Frauen, die wissen das auch nicht.

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Liebe Steffi, ich bin sehr froh und glücklich darüber, dass du von deinen vielen Freundinnen ausgerechnet mich zur Trauzeugin gewählt hast, und das obwohl ich selbst nicht verheiratet bin und dir darum heute wenig für deine Ehe mit auf den Weg geben kann. Nur so viel möchte ich heute sagen:

Die Ehe ist wie eine Universität ist. Dort lernst du Genügsamkeit, Geduld, Verständnis – und jede Menge anderes Zeug, das du niemals gebraucht hättest, wenn du wie ich Junggesellin geblieben wärst.

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Liebe Steffi, ich bin sehr froh und glücklich darüber, dass du von deinen vielen Freundinnen ausgerechnet mich zur Trauzeugin gewählt hast, und das obwohl ich selbst nicht verheiratet bin und dir darum heute wenig für deine Ehe mit auf den Weg geben kann.

Neulich hat Steffi mich gefragt, warum ich eigentlich noch Junggesellin sei. Ich sagte zu ihr: „Das ist ganz einfach: Jeder Mann, den ich in den letzten Jahren mit nach Hause genommen habe, hat meinem Vater überhaupt nicht gefallen.“

Da hat Steffi zu mir gesagt: „Warum suchst du dir nicht einen Mann, der deinem Vater richtig ähnlich ist? Den mag er bestimmt.“ Ich habe dann zu ihr gesagt: „Das habe ich auch schon versucht. Aber den konnte meine Mutter nicht ausstehen.“

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