May 18, 2016

Trauzeuge stellt sich vor (humorvoll)

Es kommt der Moment im Leben, da trifft man jemanden und man weiß sofort, dass dieser Mensch immer für einen da sein wird. Ein Mensch, dem man vertraut. Jemand, mit dem man Pferde stehlen kann.

Dieser Moment kam für Christian im ersten Semester seines BWL-Studiums. [kurze Pause] Da traf er mich. Für alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin Peter, Christians Trauzeuge und alter Studienfreund.

——————–

Für alle, die mich noch nicht kennen: Mein Name ist Peter, und ich bin der Trauzeuge. Christian ist ein Mann, der viele wirklich großartige Typen zu seinen Freunden zählt, und darum ist es für mich wirklich eine große Ehre, heute hier stehen zu dürfen. Gut, zu der Ehre kommt noch hinzu, dass alle anderen Kandidaten aus Angst, eine Rede halten zu müssen, abgesagt haben.

———-

Liebes Brautpaar, verehrte Hochzeitsgäste, mein Name ist Peter, ich bin der Trauzeuge und dies ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich vor so vielen Menschen eine Rede halte. Ich danke Steffi und Christian wirklich ganz herzlich für die Gelegenheit, mich vor ihren Familien, Freunden und Arbeitskollegen einmal richtig zum Affen machen zu dürfen.

Ich denke, das ist nur fair, denn schließlich hatte ich in den vergangenen Jahren auch sehr oft Gelegenheit, zu sehen, wie Christian sich zum Affen macht. Und genau davon wollte ich euch jetzt ein wenig erzählen.

————–

Verehrte Hochzeitsgäste! Mein Name ist Peter, und ich bin der Trauzeuge. Christian und ich kennen uns schon ewig. Zum ersten Mal getroffen haben wir uns in einer Zeit, da hat Christian sich sogar noch ab und zu in die Hose gemacht. Um genau zu sein, war es bei einer Party im ersten Semester.

—————-

Für alle, die mich noch nicht kennen: Ich bin Peter, langjähriger Freund des Bräutigams. Christian hat mich vor etwa einem halben Jahr gebeten, sein Trauzeuge zu werden, und ich habe nur zu gerne Ja gesagt. Seitdem war ich in die Hochzeitsvorbereitungen eng mit eingebunden, aber mir ist gerade eben aufgefallen, dass ich nie eine offizielle Einladung bekommen habe. Ich hoffe, ich habe niemandem das Abendessen weggegessen.

————————-

Guten Abend! Für alle, die mich noch nicht kennen: Mein Name ist Peter. Ich bin der Trauzeuge und deswegen erwarten viele von euch vermutlich von mir, dass ich in meiner Rede das eine oder andere schlüpfrige Detail aus Christians Junggesellenzeit zum Besten gebe. Und tatsächlich hätte ich da einiges zu berichten, doch ich muss euch leider enttäuschen. Denn vor etwa zehn Minuten hat der Bräutigam sein Schweigegeldangebot noch einmal deutlich erhöht. Lieber Christian, du kannst dich auf mich verlassen. [Trauzeuge zwinkert dem Bräutigam zu.]

——————

Guten Abend, mein Name ist Peter. Ich bin der Trauzeuge und deswegen erwarten viele von euch vermutlich von mir, dass ich in meiner Rede das eine oder andere schlüpfrige Detail aus Christians Junggesellenzeit zum Besten gebe. Und tatsächlich hätte ich da einiges zu berichten. Doch kurz vor der Rede ist Christians Vater zu mir gekommen und sagte: [Trauzeuge spricht mit kratziger Stimme] „Ich mache dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst.“

——————–

Guten Abend, alle zusammen, mein Name ist Peter. Ich bin der Trauzeuge und ich habe mich entschieden, ein netter Trauzeuge zu sein. Darum will ich euch allen und insbesondere den Eltern allzu tiefe Einblicke in die Vergangenheit des Bräutigams ersparen. Ich habe mich auch deshalb dazu entschieden, weil Christian ja von nun an eine liebevolle Frau an seiner Seite hat, die Acht geben wird, dass er in Zukunft ein bisschen besser auf sich aufpasst.

—————————–

Hallo, mein Name ist Peter, und ich bin mit Christian seit der Schulzeit befreundet. Heute ist für mich ein ganz besonderer Tag, denn es ist das erste Mal, dass ich als Trauzeuge eine Rede halte, und ich freue mich wirklich sehr, dass ihr euch extra zu diesem Anlass alle so schick angezogen habt.

—————————–

Mein Name ist Peter, und ich bin ein alter Schulfreund des Bräutigams. Vor etwa einem halben Jahr habe ich abends mit ihm am Tresen gesessen und er hat mich gefragt, ob ich sein Trauzeuge werden möchte. Natürlich habe ich spontan Ja gesagt. Aber ich muss gestehen, schon am nächsten Tag habe ich mich gefragt, ob es wirklich eine so tolle Idee gewesen ist, Ja zu sagen. Liebe Steffi, dir wird es da morgen früh möglicherweise ähnlich gehen.