Bräutigam und Trauzeuge sind Studienfreunde

Hier findest du Formulierungsvorschläge für Trauzeugen, die Studienfreund des Bräutigams sind. Wähle einfach die Formulierung, die am besten zu dir und zu deiner Rede passt. In dieser Kategorie gibt es 10 Textbausteine:


Wenn ich mich hier heute Abend unter den Hochzeitsgästen umsehe, erkenne ich viele bekannte Gesichter aus der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Und ich denke, die Tatsache, dass so viele alte Studienfreunde heute dabei sind, um mit Christian und Steffi diesen so wichtigen Tag in ihrem Leben zu feiern, dann sagt das viel darüber aus, was für Menschen die beiden sind. Wenn so viele Freunde Hunderte oder gar Tausende Kilometer reisen, um hier mit dabei zu sein, dann kann das eigentlich nur eines bedeuten: Es gibt mal wieder umsonst was zu essen und zu trinken.

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Als Christian mich bat, bei seiner Hochzeit ein paar Worte zu seinen Gästen zu sprechen, habe ich zunächst überlegt, ob ich überhaupt der richtige Mann für diesen Job bin. Doch nach einigem Nachdenken kam ich zu dem Schluss, dass eigentlich niemand besser für diese Aufgabe qualifiziert ist als ich.

Ich weiß, dass Christians Eltern in seiner Kindheit und Jugend sehr viel für ihn getan haben. Doch während seines Studiums war ich die Mutter in seinem Leben. Ich habe ihm beigebracht, aus der Flasche zu trinken, kann mich noch erinnern, wie er auf dem Boden gekrabbelt und nackt in der Gegend herumgesprungen ist. Es gab Tage, da musste ich ihm beim Laufen helfen.

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Ich kenne den Bräutigam aus unserer gemeinsamen Studienzeit in Freiburg, und ich kann euch sagen: Ein Freund wie Christian ist nicht leicht zu finden. Wirklich! Es gab einen Abend, da habe ich ihn in zehn Bars, drei Clubs und bei der Polizei gesucht, bevor ich ihn schließlich in einer Dönerbude auflesen konnte.

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Viele von euch werden wissen, dass Christian und ich alte Studienfreunde sind, darum kann ich verstehen, dass einige jetzt gerne ein paar peinliche Geschichten von damals hören würden, und auch mir würde es großen Spaß machen, unseren Bräutigam heute Abend ein wenig durch den Kakao zu ziehen. Leider muss ich diese Erwartungen enttäuschen, denn an allen diesen Geschichten, vor allem an den ganz peinlichen, war ich selbst beteiligt.

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Christian und ich lernten uns bei der Einführungsveranstaltung zum Bauingenieur-Studium in Aachen kennen. Danach hatte ich nicht nur Gelegenheit, Christian sehr gut kennenzulernen. Ich hatte sogar die Ehre, mehrere Jahre mit ihm zusammenzuwohnen. Ich muss zugeben, am Anfang sind mir die Massen von Pizzakartons und leeren Bierflaschen und die ständige Beschallung mit Bon Jovi und Nickelback ganz schön auf die Nerven gegangen. Aber der Mensch gewöhnt sich scheinbar an alles. Wie siehst du das, Steffi?

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Viele von euch wissen, dass Christian und ich schon seit unserer gemeinsamen Studienzeit in Bamberg miteinander befreundet sind. Darum würde ich euch wirklich gerne ein paar Geschichten aus dieser wilden Zeit erzählen, aber weil wir den Hauptgang noch vor uns haben, ist das vermutlich keine ganz so gute Idee. Nur so viel sei gesagt: Es ist ein großes Glück, dass Christian und ich heute unversehrt, mit beiden Armen und Beinen noch am Körper, vor euch stehen.

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Christian und ich kennen uns schon seit unserer Studienzeit in Hamburg, und ihr alle seid sicher ganz heiß darauf, ein paar anrüchige oder gar peinliche Geschichten aus Christians wilder Studenten- und Junggesellenzeit zu hören. Die will ich euch auch gar nicht vorenthalten. Christian, wie viele Stunden habe ich noch mal Zeit für meine Rede?

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Christian und ich waren gemeinsam in Berlin an der Uni, und ich muss sagen, dass unser Studium für mich wirklich eine unvergessliche Zeit gewesen ist. Viele Momente sehe ich noch heute ganz genau vor mir.

Zum Glück meinte mein Psychotherapeut neulich, wenn ich wirklich konsequent an mir arbeite, werde ich manche der vielen verstörenden Bilder vielleicht doch eines Tages aus meinem Kopf bekommen.

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In unserer ersten Woche im Medizinstudium in Frankfurt begegnete Christian mir gleich mehrere Male. Zuerst im Einführungskurs Anatomie, dann am Tag darauf bei einer illegalen Pokerrunde und dann am Wochenende in der Fankurve bei der Eintracht. Ich überlegte, ob ich in ihm möglicherweise einen Seelenverwandten gefunden hätte. Doch nach seinem Kleidungsstil zu urteilen, musste ich befürchten, dass es sich bei ihm eher um einen geisteskranken Stalker handeln könnte.

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Christians und mein Weg kreuzten sich im ersten Semester an der Uni in Würzburg, und ich muss sagen, dass er mich vom ersten Tag an wirklich sehr inspiriert hat. Am Anfang war ich ganz schön unsicher, ob ich mit den vielen klugen Köpfen im Jurastudium mithalten könnte. Doch dann traf ich Christian und dache: Hey, wenn die den hier reinlassen, dann hat jeder eine Chance, es zu schaffen. Lieber Christian, vielen Dank, ohne dich hätte ich bestimmt im ersten Semester abgebrochen.

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