Einstieg für freche Trauzeugen

Hier findest du Formulierungsvorschläge für den Einstieg in eine freche Trauzeugenrede. Wähle einfach die Formulierung, die am besten zu dir und zu deiner Rede passt. In dieser Kategorie gibt es 22 Textbausteine:


Vorab möchte ich kurz weitergeben, was der Hotelmanager mir gerade schnell noch mitgeteilt hat: Standing Ovations nach meiner Rede seien okay, hat er gesagt. Aus Sicherheitsgründen solle beim Jubeln aber bitte niemand auf Stühle oder Tische steigen.

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Vor ein paar Stunden hat Christian mir gestanden, dass er heute Morgen vor der Trauung wirklich extrem nervös gewesen ist. Am meisten gestresst hat ihn der Gedanke, Steffi könnte es sich in letzter Minute noch anders überlegen.

Ich vermute, dass es ihm jetzt viel besser geht. Seht einmal her, was ich nach der Trauung vorne am Altar gefunden habe. [Trauzeuge hält einen großen Ziegelstein oder Pflasterstein hoch.]

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Hallo und guten Abend, können mich alle gut und deutlich verstehen? Ja? Ganz bis hinten an die Bar? Das ist super! Dann hätte ich gerne einen Gin Tonic. Vielen Dank!

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Liebe Hochzeitsgäste, was für ein wunderbarer Tag das heute ist für unser Brautpaar. Christian muss wirklich sehr glücklich sein, dass er eine Frau wie Steffi geheiratet hat, die hübsch ist, charmant, klug, witzig, liebevoll und fürsorglich. Und auch Steffi ist bestimmt glücklich, denn Christian ist, ähm, ich denke, also er kann, genau, ich finde, Christian kocht super Spaghetti.

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Wenn es überhaupt einen Moment im Leben eines Mannes gibt, wo er besorgt sein sollte, dass schlüpfrige Details aus seinem Junggesellenleben ans Tageslicht kommen, dann ist das wohl die Rede des Trauzeugen anlässlich seiner Hochzeit. Stimmt’s?

Und wenn der Bräutigam wirklich ernsthaft daran interessiert ist, dass die peinlichen Geschichten von früher geheim bleiben, sollte er dem Trauzeugen dann nicht mehr als nur lausige 50 Euro Schweigegeld anbieten? Wie seht ihr das?

Genau. Das sehe ich auch so. 50 Euro sind viel zu wenig. Ich schlage vor, wir beginnen mit den Skandalen aus Christians Kindergartenzeit.

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Zu Beginn möchte ich erst einmal euch allen ein großes Kompliment aussprechen: Ich finde es einfach toll, wie absolut fantastisch ihr alle heute Abend ausseht.

Allen voran die Braut: Liebe Steffi, du siehst umwerfend aus. Lieber Christian, auch du bist wie immer mit sehr viel Stil angezogen!

Und auch die übrigen Gäste: Auch ihr habt sehr geschmackvolle Outfits gewählt – fast ohne Ausnahme – wirklich großes Kompliment!

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Liebes Brautpaar, liebe Hochzeitsgäste, zu Beginn möchte ich kurz sagen, dass es mir eine riesige Ehre ist, heute hier eine Rede halten zu dürfen, vor so vielen herausragenden Persönlichkeiten  – und Christian.

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So viele Männer in teuren Anzügen habe ich nicht mehr gesehen seit Christians Strafprozess. Mist! Ich hatte doch versprochen, das für mich zu behalten.

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Hallo und guten Abend, mein Name ist Peter, und ich wollte schon immer mal Trauzeuge sein. Liebe Steffi, lieber Christian, vielen Dank dafür, dass ihr weder Geld noch Mühe gescheut habt, um meinen Traum wahr zu machen. Die Feier ist wirklich toll, genauso wie ich es mir immer gewünscht habe.

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Hallo zusammen, für alle, die mich nicht kennen: Mein Name ist Peter, und ich bin der Trauzeuge. Für alle, die mich heute Abend ein kleines bisschen besser kennenlernen wollen: [Redner senkt die Stimme] Ich habe die Zimmernummer 247

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Hallo zusammen, für alle, die mich kennen, aber im Frack nicht erkannt haben: Ich bin’s, Peter. Für alle, die mich nicht kennen: Ich war früher mit Christian auf der Schule und heute Abend bin ich sein Trauzeuge.

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Da es heute Abend noch weiteres Programm gibt, hat Christian mich gebeten, meine Redezeit auf drei Minuten zu begrenzen. Am Ende müssen wir schließlich genügend Zeit für den Applaus einplanen, hat er gesagt.

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Bevor Christian eben seine Rede als Bräutigam gehalten hat, ist er zu mir gekommen und hat gesagt: „Ich bin total nervös. Hast du eine Idee, was ich tun kann, um bei meiner Rede meine Nerven im Griff zu behalten?“ Ich habe gesagt: „Stell dir während deiner Rede einfach vor, alle im Publikum wären splitterfasernackt.“ Ob es funktioniert hat, kann ich nicht beurteilen. Aber vielleicht erklärt es, warum Christian bei seiner Hochzeitsrede die ganze Zeit so gegrinst hat.

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Traditionell ist es die Aufgabe des Trauzeugen, in seiner Hochzeitsrede den Bräutigam ein wenig durch den Kakao zu ziehen. Wenn alles gut läuft, werden dies die unangenehmsten fünf Minuten in Christians Leben. Übrigens: Die unangenehmsten fünf Minuten in Steffis Leben kommen traditionell erst unmittelbar nach der Hochzeitsfeier.

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Bitte erlaubt mir, dass ich mich zu Beginn einer kleinen Fantasie hingebe. In einem Ratgeber zum Thema Redenhalten habe ich nämlich gelesen, dass es die Nervosität vermindern soll, wenn man sich die Zuhörer der Rede nackt vorstellt. Ich mache das gerade. Gegen die Nervosität hilft es nicht besonders, aber ich muss gestehen, dass es der Situation einen erotischen Touch verleiht. Doch nun zu meiner Rede …

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Bei allem Glück bedeutet die Ehe für Braut und Bräutigam natürlich auch, dass sie von nun an mehr Kompromisse eingehen müssen als früher. Besonders für den Bräutigam. Zum Beispiel: Christian wollte heute eigentlich zum Heimspiel von Borussia Dortmund. Aber wegen der Hochzeitsfeier ging das natürlich nicht. Auch als es darum ging, hier im Raum Fernseher aufzustellen, damit wir wenigstens die Sportschau gucken können, konnte sich der Bräutigam nicht durchsetzen.

Sag mal, Christian, du hattest mir erzählt, dass du zur Hochzeitsreise zum Champions-League-Spiel nach Barcelona fahren wolltest. Hat das denn geklappt? Nein, auch nicht? Ich hatte dich gewarnt, mein Freund. Doch jetzt gibt es kein Zurück mehr.

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In einem Ratgeber zum Thema Hochzeitsreden habe ich gelesen, dass es meine Aufgabe als Trauzeuge sei, euch in meiner Rede ein paar Einblicke in Christians Junggesellenzeit zu gewähren. Doch das bringt mich in eine Zwickmühle. Denn der Ratgeber hat auch gesagt, dass ich euch in meiner Rede auf keinen Fall langweilen dürfe.

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Wenn man hört, dass man als Trauzeuge auf einer Hochzeit eine Rede halten soll, fühlt sich das in etwa so an, als würde man spät am Abend auf ein Glas Wein in die Privatgemächer von Angela Merkel bestellt. Sicher ist es eine große Ehre, doch wirklich wohl ist einem nicht bei dem Gedanken.

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In einem Ratgeber zum Thema Hochzeitsreden habe ich gelesen, dass man seine Rede als Trauzeuge vorab mehrfach vor Publikum üben soll. Weil ich nicht wusste, wo ich auf die Schnelle ein Probepublikum herbekommen sollte, habe ich meine Rede gestern Abend in verschiedenen Strip-Lokalen der Stadt geübt. Ich entschuldige mich hiermit ausdrücklich bei denjenigen unter den anwesenden Herren, die meine Ansprache darum jetzt bereits zum zweiten Mal anhören müssen.

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Zunächst möchte ich sagen, dass diese Hochzeit wirklich wunderbar organisiert wurde. Christian und Steffi haben einen fantastischen Job gemacht. Es ist ein absolut wunderbares Fest.

Besonders gut gefällt mir, dass ihr einen Termin nach Ende der Bundesligaspielzeit gewählt habt. Ich war letztes Jahr auf einer Hochzeit, die am letzten Spieltag der Meisterschaft stattfand, und daher weiß ich, wie unangenehm das ist, wenn man ständig unterbrochen wird: Jawort in der Kirche, Sektempfang, Hochzeitsreden: Nicht einen Spielzug kann man sich in Ruhe angucken.

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Diese Hochzeitsfeier ist tatsächlich der erste Anlass, bei dem Christians Familie und alle seine Freunde einen ganzen Abend im selben Raum verbringen. Der Bräutigam hat mir gerade eben mitgeteilt, dass er deswegen ein wenig nervös sei, und er hat mich gebeten, die Liste mit Themen vorzulesen, die heute Abend von der Konversation ausgeschlossen sind.

Das sind erstens Christians Schulnoten. Zweitens sein Geburtsdatum. Drittens seine Frisur in der elften Klasse und viertens Christians Aufenthaltsort an dem Abend, als aus dem Wuppertaler Zoo ein Hängebauchschwein entführt wurde. Wenn sich daran alle halten, werden wir bestimmt einen harmonischen gemeinsamen Abend haben.

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Guten Abend, mein Name ist Peter, und ich bin der Trauzeuge des Bräutigams. Christian und ich kennen uns schon seit über zehn Jahren und so habe ich mich besonders über die Gelegenheit gefreut, heute Abend endlich auch einmal seine gesamte Familie zu treffen und kennenzulernen. Und ganz egal, was mir Christian vorab erzählt hat, ich finde, ihr seid alle wirklich schwer in Ordnung.

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