Einstieg für Hochzeitsreden von frechen Trauzeuginnen

Hier findest du Formulierungsvorschläge für einen frechen Einstieg in deine Hochzeitsrede als Trauzeugin. Wähle einfach die Formulierung, die am besten zu dir und zu deiner Rede passt. In dieser Kategorie gibt es 23 Textbausteine:


 

Wenn es überhaupt einen Moment im Leben einer Frau gibt, wo sie besorgt sein sollte, dass schlüpfrige Details aus ihrer Junggesellinnenzeit ans Tageslicht kommen, dann ist das wohl die Rede ihrer Trauzeugin und besten Freundin anlässlich ihrer Hochzeit. Stimmt’s?

Und wenn die Braut wirklich ernsthaft daran interessiert ist, dass die peinlichen Geschichten von früher geheim bleiben, sollte sie der Trauzeugin dann nicht mehr als nur lausige 50 Euro Schweigegeld anbieten? Wie seht ihr das?
Genau. Das sehe ich auch so. 50 Euro sind viel zu wenig. Ich schlage vor, wir fangen gleich an. Beginnen möchte ich mit ein paar kleinen Skandalen aus Steffis Grundschulzeit.

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Zu Beginn möchte ich erst einmal euch allen ein großes Kompliment aussprechen:
Allen voran die Braut: Liebe Steffi, du siehst umwerfend aus. Lieber Christian, auch du bist wie immer mit sehr viel Stil angezogen!

Und auch die übrigen Gäste: Auch ihr habt sehr geschmackvolle Outfits gewählt – fast ohne Ausnahme – wirklich großes Kompliment!

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Im Namen unseres Brautpaars möchte ich euch allen noch einmal ganz herzlich dafür danken, dass ihr heute von nah und fern zu dieser Hochzeitsfeier angereist seid. Ist es nicht erstaunlich, wie weit die Leute reisen, wenn sie dafür einen Abend lang umsonst essen und trinken dürfen?

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Zunächst möchte ich allen Gästen einmal ein Kompliment machen, dass sie so gut angezogen sind. Vor allem die Herren sehen heute wirklich super aus. So viele Männer in teuren Anzügen habe ich nicht mehr gesehen seit Steffis Strafprozess.
Mist! Ich hatte doch versprochen, das für mich zu behalten.

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Hallo und guten Abend, mein Name ist Julia, und ich wollte schon immer mal Trauzeugin sein. Liebe Steffi, lieber Christian, vielen Dank dafür, dass ihr weder Geld noch Mühe gescheut habt, um meinen Traum wahr zu machen. Die Feier ist wirklich toll, genauso wie ich es mir immer gewünscht habe.

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Hallo zusammen, wenn ich mich hier heute Abend umgucke, sehe ich viele bekannte Gesichter. Aber ich glaube es gibt viele hier im Saal, die mich im Abendkleid nicht erkannt haben.

Für alle, die sich nicht mehr erinnern: Ich bin Julia. Ich bin das kleine Mädchen mit den Zöpfen und den Sommersprossen, das mit Steffi zusammen auf derselben Schule war und die so oft freche Antworten gegeben hat. Heute Abend bin ich ihre Trauzeugin.

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Da es heute Abend noch weiteres Programm gibt, hat Steffi mich gebeten, meine Redezeit auf drei Minuten zu begrenzen. Am Ende müssen wir schließlich genügend Zeit für den Applaus einplanen, hat sie gesagt.

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Da es heute Abend noch weiteres Programm gibt, hat Steffi mich gebeten, meine Redezeit zu begrenzen. Sie verlangt also von mir, dass ich selbst erkenne, wann ich genügend gesprochen habe und dann von selbst damit aufhöre. Liebe Hochzeitsgäste, wenn mir das gelingt, werdet ihr Zeugen eines historisch einmaligen Ereignisses.

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Bevor Christian eben seine Rede als Bräutigam gehalten hat, ist er zu mir gekommen und hat gesagt: „Ich bin total nervös. Hast du eine Idee, was ich tun kann, um bei meiner Rede meine Nerven im Griff zu behalten?“ Ich habe gesagt: „Stell dir während deiner Rede einfach vor, alle im Publikum wären splitterfasernackt.“ Ob es funktioniert hat, kann ich nicht beurteilen. Aber vielleicht erklärt es, warum Christian heute den ganzen Abend so viel grinst.

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In einem Ratgeber zum Thema Hochzeitsreden habe ich gelesen, dass es meine Aufgabe als Trauzeugin sei, euch in meiner Rede ein paar Einblicke in Steffis Junggesellinnenzeit zu gewähren. Doch das bringt mich in eine Zwickmühle. Denn der Ratgeber hat auch gesagt, dass ich euch in meiner Rede auf keinen Fall langweilen dürfe.

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In einem Ratgeber zum Thema Hochzeitsreden habe ich gelesen, dass es meine Aufgabe als Trauzeugin sei, euch in meiner Rede die skandalösesten Geschichten aus Steffis Junggesellinnenzeit zu erzählen. Doch das bringt mich in eine Zwickmühle. Denn der Ratgeber hat auch gesagt, dass ich auf keinen Fall länger als zehn Minuten sprechen soll.

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Diese Hochzeitsfeier ist tatsächlich der erste Anlass, bei dem Stefis Familie und alle ihre Freunde einen ganzen Abend im selben Raum verbringen. Die Braut hat mir gerade eben mitgeteilt, dass sie deswegen ein wenig nervös sei, und sie hat mich gebeten, alle Gäste darauf hinzuweisen, dass drei Themen heute Abend auf keinen Fall angesprochen werden dürfen.
Das sind erstens Steffis Geburtsdatum, zweitens ihr Körpergewicht in der Grundschulzeit und drittens ihre Frisur zwischen dem dritten und vierten Semester. Sie sagte, wenn sich daran alle hielten, könnten wir alle einen harmonischen Abend miteinander erleben.

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Meine sehr geehrten Damen und Herren, dass ich hier heute eine Rede als Trauzeugin halte, ist eine wirklich große Ehre – vor allem für Sie.

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Liebe Hochzeitsgäste, ich wurde gebeten, heute eine Hochzeitsrede zu halten. Ich habe diese Rede in aller Ruhe geschrieben und korrigiert. [Rednerin holt einen weißen gefalteten Zettel aus der Tasche und hält ihn hoch.]

Ich habe diese Rede erst mit meiner Mutter besprochen und später an Steffi geschickt und mir den Inhalt von ihr absegnen lassen. Doch dann habe ich gestern Abend ein Flasche Wein aufgemacht. Nach dem zweiten Glas habe ich mich nochmal an den Schreibtisch gesetzt und eine zweite Rede getippt. [Redner holt einen zweiten Zettel aus der Tasche.] Und das ist die Rede, die ich jetzt halten werde.

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Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank, dass sie so Zahlreich erschienen sind. Ich weiß, die meisten von ihnen hatten keine Wahl, aber ich freue mich trotzdem.

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Verehrte Gäste – was soll man zu diesem tollen Moment noch hinzufügen, was noch niemand gesagt hat [pause]. Nein, im Ernst, ich kann jeden Hinweis gut gebrauchen! Hat jemand einen Vorschlag, was ich sagen könnte?

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Man sagt ja, man könne als Redner die Nervosität vermindern, wenn man sich das Publikum nackt vorstellt. Ich habe nie verstanden, warum das funktionieren soll. Ich fühle mich bei dem Gedanken eher unwohl, besonders mit Onkel Werner im Publikum.

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Als Steffi und Christian vor einigen Monaten überlegten, wer heute Abend wohl aufstehen und eine Hochzeitsrede halten könnte, stand mein Name ganz oben auf der Liste. Der Zettel mit der Liste trug die Überschrift: Worst Case Scenario.

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Was ich Ihnen in meiner heutigen Rede als Trauzeugin zu sagen habe, wird sie sicher überraschen, es wird ihnen neue Einblicke verschaffen, es kann Ihnen im Leben weiterhelfen, vielleicht sogar ihr Sexleben verbessern. [kurze Pause]. Jetzt wo ich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit habe, …

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Meine Damen, meine Herren, liebe Gäste, womit ich natürlich nicht sagen will, dass es Gäste gibt, die ich nicht zu den Damen und Herren zähle.

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Ich halte mich selbst für einen sehr gute Rednerin, denn immer wenn ich vor Publikum sprechen bekomme ich dieselbe Reaktion: Sobald ich mich nach der Rede wieder hinsetzte sagen alle: Das war das beste, was du je gemacht hast.

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Verehrte Gäste, liebe Freunde, das Ereignis, das wir alle kaum erwarten konnten, ist endlich da. Genau! Ich halte eine Hochzeitsrede.

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Eigentlich wollte ich meine Hochzeitsrede mit einem Zitat eines berühmten Menschen zum Thema Ehe beginnen. Doch je mehr ich suchte, desto mehr wurde mir klar, dass das möglicherweise keine gute Idee sein würde.

Ich las die Worte von Oscar Wilde: Bei der Ehe handle es sich um Freiheitsberaubung im beiderseitigen Einvernehmen. Das schien mir nicht geeignet, darum suchte ich weiter und fand ein Zitat von George Bernard Shaw, der sagte: Im ersten Ehejahr strebt ein Mann die Vorherrschaft an. Im zweiten kämpft er um die Gleichberechtigung. Ab dem dritten ringt er um die nackte Existenz.

Das klang für mich sehr schlüssig, doch für Christian möglicherweise ein wenig demotivierend. Darum forschte ich noch ein wenig weiter und stieß auf ein Zitat des Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt soll gesagt haben: „Die größte militärische Leistung dieses Jahrhunderts ist meine Ehe.“

Da wusste ich, dass ich meine Rede mit meinen ganz eigenen Worten beginnen musste. Darum zitiere ich mich jetzt einfach selbst und sage:

Liebe Steffi, lieber Christian, verehrte Hochzeitsgäste, …

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